Nr. 196
vom 21.6.2011
Der Blick über die
Geschlechtergrenze!
Die Info für Freunde von TXKöln, T-Frauen,
T-Männer, deren Partner und alle anderen am Thema Interessierten und
Beteiligten.
Zusammengetragen von Eva und Julia
Hinweis: Rückmeldungen bitte nicht
an die Absenderadresse, sondern an julia08@tginfo.de senden.
Darum geht’s heute:
Abend für Angehörige von Transidenten
Abend für Transmänner
Ausstellungs-Vorstellung: We-wah
Makeup – Workshop für
Transgender
katastrophale Berichterstattung
Das Letzte
TXKöln – Programm am 1.7.2011
Ein Abend für die
Angehörigen von Transidenten.
Es ist kein spezielles
Thema geplant. Die Angehörigen können selbst bestimmen, über was sie sprechen
möchten.
Moderation: Katja
Falls seitens der
Angehörigen und Partner Interesse besteht, werden wir künftig in jedem Quartal
einen solchen Abend einplanen.
Vorschau:
Am 18.August planen wir
wieder einmal einen Abend für transidentische Männer. Jeder, der Interesse hat,
sollte sich diesen Abend schon im Kalender notieren.
Ausstellung
„two spirits“: We-wha
(WEE‘wah)
Die Künstlerin Jean Lessenich stellte
im Rahmen des Sommerblut – Festivals im Mai 2011 im Bürgerhaus Stollwerck
13 ihrer Grafiken aus. Diese Grafiken stellen bekannte und bedeutende Trans-Personen
dar. Jede dieser Personen hat ihre eigene wichtige Geschichte.
TGInfo stellt im Laufe
der nächsten Ausgaben diese Grafiken vor.
Heute:
„We-wha
(WEE‘wah)“
We-wha war eine bekannte und prominente
Zuni Künstlerin, Priesterin und kulturelle Botschafterin der nordamerikanischen
Nativen Zuni Nation des neunzehnten Jahrhunderts. Für die weiße Gesellschaft
der damaligen Zeit war sie die „Zuni- Mann Frau“. Ein
„Berdache“, wie man früher sagte. Ein Mann in Frauenkleider, der
dann als Botschafterin der Zuni Nation, als Frau, im Jahre 1886 dem damaligen
Präsidenten Cleveland der USA vorgestellt wurde.
Wie war das möglich? Es war die tiefe
Freundschaft, die We-wha mit der Ethnologin Matilda Stevenson verband. Eine
Zeit, in der eine Frau wie Matilda Stevenson zeigen konnte, dass sie ebenso
fähig wie ein Mann sei und wo es möglich war, dass ein Mann in Frauenkleidung
die Bewunderung von Weißen und Nichtweißen erlangte. (Nach Will Roscoe,
„The Zuni Man-Woman)
Heute ist Sie das große Vorbild Nativen
Bewegung der Two Spirits in den USA und Canada.
Jean Lessenich
Köln, 25.Juni: Podiumsdiskussion zum
Thema TSG
Im Januar 2011 erging eine wegweisende
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die eine grundlegende Reform des
TSG zur Folge haben könnte.
Was erwartet uns? Ein Fortschritt oder
eine Verschlimmerung? Wie sollte eine
Reform aussehen? Sollte das
Transsexuellen-Gesetz ganz abgeschafft werden?
Was gibt es neues im TSG. Was soll
geändert werden?
Diese Themen werden im Rahmen und im
Vorfeld des CSD in Köln Thema einer Podiumsdiskussion sein.
Veranstalter ist der LSVD Köln mit
TXKöln.
Rechtanwältin Deborah Reinert wird die
neuesten Entwicklungen erläutern.
Zeit: 19.00 bis 20.30 Uhr
Ort: AntoniterCityKirche (Schildergasse
57, 50667 Köln, großer Saal).
Wir würden uns freuen, wenn recht viele
aus unseren Reihen bei dieser kostenlosen Veranstaltung anwesend wären.
Julia
29.Oktober: Makeup Seminar für Anfänger und gemeinsames
Essen
Visagist Waldek
Dieser Workshop richtet sich wieder an Anfängerinnen, die die
Grundlagen des Schminkens lernen möchten.
Schminken ist mehr als „einfach aufmalen“. Gewünschte
Gesichtspartien können betont, unerwünschte männliche Attribute verdeckt
werden.
Wie es geht, zeigt der Wokshop.
alle Infos auf der Ident-Events - Webseite:
http://www.ident-events.de/sem_makeup.shtml
Eine Frau im Männerkörper, die ein
Mann im Frauenkörper ist …
Wer ein absolutes Negativbeispiel zur
Berichterstattung über das Thema Transidentität kennen lernen möchte, sollte
sich dieses Video der BILD-Redaktion ansehen:
http://www.bild.de/lifestyle/mode-beauty/transsexuell/transgender-zeigt-bikinis-18204486.bild.html
Für Sätze wie „Sie ist keine Frau
– sie ist transsexuell“ müsste ein absoluter Negativpreis erfunden und
verliehen werden. Wie borniert muss man sein, um sich Sätze einfallen zu lassen
wie: „ Die 29 jährige präsentiert als Mann Bademoden.“
Im Begleittext erklärt Lea T.:
„Ich bin im falschen Körper geboren.“ Also eine Frau im männlichen
Körper, den sie hat anpassen lassen. Im Videokommentar heißt es dagegen:
„Ein Mann in einem sexy Frauenkörper.“
… ich muss jetzt eine Aspirin
schlucken, sonst wird mir schlecht…
Eva
Das Letzte
Das einzige Mittel,
Zeit zu haben ist:
sich Zeit zu nehmen.
(Bertha Eckstein)
Diese TG-Info wird unterstützt von
Ident-Events.
Bei Ident-Events treffen sich Leute,
deren Horizont nicht an der Geschlechtergrenze endet.
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empfehlt den Newsletter weiter.
Herzlichen Dank!
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Julia08@tginfo.de
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